Millirahmstrudel

Millirahmstrudel

Diese Woche ließ ich mich von einem kleinen Ausflug mit einer Freundin inspirieren. Einen Vormittag lang zu wandern kann etwas so schönes sein, und wenn die Belohnung dann am Gipfel in Form eines heißen Kaffees und eines lauwarmen Millirahmstrudel mit Vanillesauce wartet.. einfach perfekt. Dieser Millirahmstrudel oder Milchrahmstrudel, wie man ihn auch nennen mag, hat mir einfach so gut geschmeckt, dass ich meine eigene Version davon machen wollte.

Also habe ich all meine Kochbücher und Pinterest durchwühlt und bin auf ein Rezept gestoßen, welches ein wenig abgewandelt, einfach perfekt für mich war. Hier also nun zur Zutatenliste.

Zutaten (für den Strudel):

4 Eier
100 g weiche Butter
Schale einer Zitrone
2 TL Vanillezucker
100 g Kristallzucker
1 Prise Salz
250 g Sauerrahm
1 gehäufter EL Mehl
400 g Topfen
5 Strudelteigblätter (selbstgemacht oder gekauft)
2 EL geschmolzene Butter

Zutaten (für die Eiermilch):

2 große Eier
250 ml Milch
1 EL Staubzucker
1 TL Vanillezucker

Vorab einmal ein kleiner Hinweis zu meinem Rezept. Normalerweise werden aus einem solchen Rezept 2 bis 3 einzelne Strudel gerollt und in eine Auflaufform gelegt. Ich jedoch hab das alles ein wenig vereinfacht und habe das Ganze allá Lasagne in die Form geschichtet. Mehr dazu aber jetzt gleich.

Zuerst wird eine Auflaufform mit Butter ausgestrichen und der Ofen auf 180°C vorgeheizt. Meine Form hat ca. die Maße von 20×35 cm. Jetzt können auch schon die Eier getrennt werden und die Eiklar mit Zucker, Vanillezucker und der Prise Salz zu einem festen Schnee geschlagen werden. Die Eidotter werden nun mit der Butter und der Zitronenschale ebenfalls schön geschlagen, bis sich alles zu einer homogenen Masse verbunden hat. Dann können der Sauerrahm und der Topfen unter die Masse gerührt werden und sobald das geschehen ist, kann auch schon der Eischnee untergehoben werden. Dies aber bitte mit Vorsicht, damit nicht zu viel Luft verloren geht.

Sobald die Fülle für unseren Strudel also fertig ist, kann es auch schon ans Schichten gehen. Zuerst kommt einmal ein Strudelteigblatt in die Form und wird mit der flüssigen Butter bestrichen. Anschließend legt man ein weiteres Blatt auf das erste Blatt und bestreicht es ebenfalls. Nun kommt ca. die Hälfte der Füllung auf die Teigblätter und darauf kommt wieder ein Strudelteigblatt und wird mit Butter bestrichen. Darauf kommt dann die restliche Füllung und darauf, wieder jeweil mit Butter bestrichen, die letzten zwei Strudelteigblätter. Die überschüssigen Teigblätter auf der Seite werden einfach mit einer Küchenschere ein wenig gestutzt und der letzte Rest wird über den Strucel geschlagen und wieder mit Butter bestrichen. Jetzt ist unser Strudel bereit für seinen ersten Aufenthalt im warmen Ofen. Dort darf er dann für ca. 20 Minuten bleiben, bis wir ihn mit der Eiermilch begießen. Dafür einfach alle Zutaten für die Eiermilch in einer Schüssel verrühren, nach 20 Minuten den Strudel aus dem Ofen geben, ein paar Mal mit einem Messer einstechen, damit die Milch besser einsinken kann und mit der Milch begießen. Danach kommt der Strudel, bei gleich gebliebener Temperatur, wieder für ca. 20 Minuten in den Ofen.

Jetzt ist der Milchrahmstrudel auch schon bereit, um, ein wenig abgekühlt, verspeist zu werden. Ich liebe ja Vanillesauce zu meinem Millirahmstrudel, aber er ist auch ohne wahnsinnig lecker. Meine Vanillesauce, wenn es schnell gehen soll, fällt oft sehr einfach aus. Anstatt mit Vanillepulver einen Pudding zu machen, nehme ich ¾ l Milch statt ½ l, verfeinere alles noch mit Vanillezucker und Rum und schon habe ich eine perfekte Sauce zu meinem Strudel. Die Sauce kann man auch gut mit einer Folie abdecken, so, dass die Folie die Sauce berührt, und dann bildet sich auch keine Haut und man kann die Sauce später einfach wieder aufwärmen, wenn man nicht gleich alle aufeinmal isst.

Somit wünsche ich euch noch einen guten Appetit und bis zum nächsten Mal. 🙂


Über die Autorin

Nach ihrem abgeschlossenen Innovationsmanagementstudium ist Jenny noch auf der Suche ihres weiteren Lebensweges. Was jetzt aber schon sicher ist: ihre Liebe zu Essen, Kochen und Backen hat sie vor Jahren entdeckt und wird sie auch nie wieder verlieren. Was also auch aus ihr werden wird? Sie weiß es noch nicht so genau. Bis sie das weiß, schreibt sie über Essen. 😉

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