Mercedes A 200 total vernetzt

Mercedes A 200 total vernetzt

ERLEBNIS. Eine Fahrt mit dem neuen Mercedes ist ein Ausflug in die Autowelt von morgen. Der A 200 ist total vernetzt und macht fast alles ganz allein.

Das scheint die Zukunft der Autowelt zu sein. Im neuen Mercedes A 200 wird der eigentliche Fahrer, also mehr oder wenig ich selbst, zur Nebensache. Der A 200 macht fast alles selbst. Er bremst und lenkt, kann die Spur wechseln, Abstand halten, und er geht, wenn eine scharfe Kurve kommt, vom Gas weg.

Für mich war das entspanntes Autofahren, obwohl ich ständig die Hände am Steuer hatte und der Selbstständigkeit des Autos zumindest auf dieser ersten Testfahrt nicht völlig vertraute.
Ganz kurz zu den Highlights: Das Infotainment ist technisch vom Allerfeinsten. Eigentlich ist das Ganze schon für die Generation Tablet und iPhone gemacht. Das sogenannte MBUX (Mercedes-Benz User Experience) lässt alle bislang bekannten Systeme alt aussehen. Es dauert natürlich seine Zeit, bis man jedes Detail, jede Möglichkeit herausgefunden hat. Digital hat man bei der neuen A-Klasse nahezu alles verändert. Übrigens, was mir abgegangen ist, ist die analoge Uhr, die es in anderen Mercedes-Klassen gibt.

In dieser „User Experience“ findet sich auch eine Sprachsteuerung. Dazu musste ich „Hallo Mercedes“ in Richtung Touchscreen sagen, und schon meldete sich eine sympathische Frauenstimme, die mich fragte, wie sie denn helfen könne. Obwohl die Kommunikation mit der Dame im Infotainmentsystem durchwegs funktionierte, hat das System doch seine Tücken. Ich fand nicht gleich den Öffner für die Motorhaube. „Ich möchte die Motorhaube öffnen, wie geht das?“, fragte ich also die Stimme. „Ich kenne Ihre Mutter nicht“, war die irritierende Antwort. Okay, muss ja nicht sein.
Das Fahren mit der neuen A-Klasse ist ein Genuss. Der Wagen, der vorne effektiver und cooler designt wurde als die Vorgänger, gleitet angenehm dahin, man sitzt bequem, hat ausreichend Platz, freut sich an der Umgebung und denkt sich, nur ein Mercedes ist halt ein Mercedes. Das hat was.

Notruf eCall
Die Ausstattung ist top: exakt funktionierende Navigation, Tempo-Limit, Multifunktionslenkrad in Leder, Rückfahrkamera, Spurhalte-Assistent, aktiver Park-Assistent mit Parktronic, ein neuer Notruf eCall, Head-up-Display, Regensensor für die Scheibenwischer. Die Liste ist noch lange nicht vollständig,
Die 163 PS bringen mich in 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die neue A-Klasse hat schon Power. Die 7-Gang-Automatik arbeitet präzise, was sonst. Geht man an die Grenzen der Leistung, jault der Motor, der ja eigentlich ein kleiner ist, schon ziemlich auf.

Fazit: Die neue Software ist dominierend, aber das letztlich entscheidende Kommando habe doch noch ich, als Fahrer. Das bringt uns zurück in die analoge Welt. In der sieht man sofort, dass die A-Klasse kein Schnäppchen ist. Ab 32.000 Euro ist man dabei. Aber dafür bekommt man einen tollen Kompakten. Testfahrt vorbei. Ich steige wieder in mein total analoges, altes Auto. Auch gut.

Motor: 4-Zylinder-Turbo, Hubraum 1332 mm, Leistung 163 PS (120 kW), Beschleunigung 0–100 km/h in 8,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 225 km/h, Benziner, 7-Gang-Automatik
Verbrauch: 5,8 Liter Super-Benzin, C02-Emissionen
105-180 g/Kilometer, Tankvolumen 43 Liter
Abmessungen: Länge 4,41 Meter, Breite 1,79 Meter, Höhe 1,44 Meter, Eigengewicht 1415 Kilo, Kofferraumvolumen 370 bis 1210 Liter, Wendekreis links und rechts 11 Meter
Preis: ab 32.920 Euro
Autohaus: Pappas Steiermark GmbH (vormals Mercedes Wittwar), Schippingerstraße 8, Graz, Bezirk Gösting, Tel. 0 316/60 7 60, www.pappas.at

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